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Autofahren in Spanien

Autofahren in Spanien – Tempolimits, Maut, Umweltzonen und Parkregeln im Überblick.

Wie man in Spanien Auto fährt

Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen in Spanien folgen dem Wiener Übereinkommen über Straßenverkehrszeichen, daher liest ein europäischer Fahrer sie ohne Vorbereitung.

Die meisten Schnellstraßen sind kostenlos. Gebührenpflichtig bleiben einzelne Autobahnen mit den Buchstaben AP in der Nummer, doch fast immer lassen sie sich über eine kostenlose Straße umfahren.

In Spanien sind Tempolimits und Entfernungen in Kilometern angegeben. Es gilt Rechtsverkehr.
Auf den Autobahnen autopista und autovía sind für den Pkw bis zu 120 km/h erlaubt. Das ist das landesweite Maximum, mehr ist nirgends zulässig.
Auf den übrigen Landstraßen gilt 90 km/h. Die spanische Einteilung nennt sie carreteras convencionales, dazu zählen die Nationalstraßen mit dem Buchstaben N ebenso wie Regional- und Ortsstraßen.
Innerorts hängt das Limit von der Zahl der Fahrstreifen ab. 50 km/h dort, wo es je Richtung zwei oder mehr Fahrstreifen gibt. 30 km/h dort, wo es nur einen gibt. 20 km/h in Straßen mit einheitlicher Ebene, wo Fahrbahn und Gehweg auf gleicher Höhe liegen. Steht am Abschnitt ein Schild, gilt die Zahl auf dem Schild.
Blitzer auf Schnellstraßen sind selten, tauchen dafür an unerwarteten Stellen auf - auf freiem Feld und in den Bergen.

Die Standorte der Blitzer werden in Spanien nicht verheimlicht. Google Maps markiert Kameras und Blitzer. Fest installierte Kameras veröffentlicht auch die DGT (die spanische Verkehrsbehörde) auf der Karte infocar DGT. In Katalonien und im Baskenland liegen die Kameras bei den lokalen Behörden, und auf der infocar-Karte sind nicht alle davon zu finden.

Die wichtigsten Verkehrsregeln in Spanien

Rechtsverkehr

Überholt wird links, im Kreisverkehr haben die Vorfahrt, die schon im Kreis fahren, auf der Autobahn halten Sie sich rechts.

Tempolimits

120 km/h auf Autobahnen, 90 auf Landstraßen, 50 in Städten, 30 in engen Stadtstraßen. Bei der Einfahrt in die Stadt sinkt das Tempo stark.

Alkohol am Steuer

0,5 g/l Blut, für Fahrer mit weniger als zwei Jahren Fahrpraxis 0,3. Am einfachsten ist es, am Steuer gar nicht zu trinken.

Pflichtausrüstung

Warnweste griffbereit im Innenraum und die V16-Leuchte. Beides muss im Mietwagen bereits vorhanden sein - prüfen Sie es.

Radarwarner sind verboten, GPS-Hinweise nicht. Ein Gerät, das das Signal eines Polizeiradars abfängt, ist in Spanien illegal - 500 € Bußgeld, und das Gerät wird eingezogen. Ein Navigationsgerät oder eine App, die anzeigt, wo fest installierte Kameras stehen, dürfen Sie dagegen nutzen. Die Standorte der Kameras veröffentlicht die DGT ohnehin offen, denselben Hinweis gibt es in Google Maps.

Ist der Führerschein nicht aus der EU - brauchen Sie einen internationalen Führerschein. Ist der Führerschein in der EU oder im EWR ausgestellt, genügt er. Außerhalb davon braucht es zusätzlich zum nationalen Führerschein einen internationalen Führerschein (IDP) oder eine beglaubigte Übersetzung, je nach Land. Führen Sie Führerschein und Reisepass mit - beide werden am Vermietschalter geprüft und können unterwegs kontrolliert werden. Was genau für Ihren Führerschein gilt, steht im Ratgeber zu den Anforderungen an den Fahrer.

Beim Überholen eines Radfahrers - mindestens 1,5 Meter. Wenn Sie einen Radfahrer überholen, lassen Sie seitlich mindestens 1,5 Meter Abstand. Dafür dürfen Sie die durchgezogene Linie überfahren und sogar auf die Gegenfahrbahn ausweichen, sofern sie frei ist. Auf einer engen einspurigen Straße heißt das oft, das Tempo zu drosseln und hinter dem Radfahrer zu warten - genau so ist es richtig.

Neue Regel ab 2026: die V16-Leuchte statt des Warndreiecks

Seit dem 1. Januar 2026 muss in Fahrzeugen mit spanischer Zulassung statt der alten Warndreiecke eine V16-Leuchte an Bord sein - eine kleine gelbe Leuchte, die man aufs Dach setzt, ohne aus dem Auto zu steigen. Die Leuchte übermittelt die Koordinaten an das System der DGT (der Verkehrsbehörde). Die Regel gilt auch für alle Mietwagen mit spanischem Kennzeichen.

Notfallleuchte V16

V16-Leuchte (baliza V16) - eine gelbe Magnetleuchte, die aufs Dach gesetzt wird.

Bei einer Panne haftet für eine fehlende oder nicht aufgestellte Leuchte der Fahrer, nicht der Vermieter. Prüfen Sie deshalb bei der Übernahme, dass die V16-Leuchte vorhanden ist. Touristen mit ausländischem Kennzeichen dürfen Warndreiecke verwenden, für in Spanien gemietete Fahrzeuge gilt das aber nicht
Diese Leuchtenpflicht wurde eingeführt, weil Fahrer früher aus dem Fahrzeug aussteigen mussten, um das Warndreieck in ausreichender Entfernung aufzustellen. Das schuf ein zusätzliches Risiko, das die Blinkleuchten beseitigen. Denn nach den an sie gestellten Anforderungen müssen sie eine Sichtweite von bis zu einem Kilometer bieten und auch bei schlechter Sicht wie Nebel, Regen oder Dunkelheit gut erkennbar sein.

Anschnallen muss sich jeder im Auto - der Fahrer wie die Mitfahrer hinten. Für einen nicht angelegten Gurt gibt es 200 € Bußgeld, und zwar für jeden einzeln. Kinder mit einer Körpergröße bis 135 cm werden nur im Kindersitz oder auf einer der Größe entsprechenden Sitzerhöhung befördert. Punkte gibt es dafür nur auf EU-Führerscheine - bei einem Touristen mit anderem Führerschein bleibt es beim Bußgeld. Mehr dazu auf der Website der DGT.

Das Handy am Steuer in der Hand zu halten ist gänzlich untersagt. Das kostet 200 € und 6 Punkte (bei EU-Führerscheinen), und geahndet wird es auch, wenn Sie an der Ampel oder im Stau stehen. Tippen Sie auf den Bildschirm eines Handys in der Halterung, um die Route zu ändern - dasselbe. Erlaubt sind nur Freisprechen und Sprachbefehle, ohne den Bildschirm zu berühren.

DGT-Umweltplaketten und ZBE-Zonen

In spanischen Städten gibt es Bereiche mit Einfahrtbeschränkung. Sie heißen ZBE, auf Spanisch zona de bajas emisiones, Umweltzone mit niedrigen Emissionen. Die Einfahrt richtet sich nach der Umweltkategorie des Fahrzeugs, und die Kategorie hängt vom Kraftstoff und vom Datum der Erstzulassung ab.

Die Kategorie vergibt die DGT, Dirección General de Tráfico - die spanische Verkehrsbehörde. Gekennzeichnet wird sie mit einer farbigen Plakette an der Windschutzscheibe, auf Spanisch distintivo ambiental.

Die Plakette zeigt nur das Emissionsniveau an. Für die Fahrt mit ihr zahlt man nichts - auf den gebührenpflichtigen Autobahnen stehen Schranken und Kassen, und mit der Umweltkategorie haben sie nichts zu tun.

Vier Kategorien

Plakette Farbe Welche Fahrzeuge
Blaue DGT-Plakette 0 0 blau Elektroautos, Wasserstofffahrzeuge und Plug-in-Hybride mit einer elektrischen Reichweite ab 40 km
Blau-grüne DGT-Plakette ECO ECO blau-grün Hybride mit einer elektrischen Reichweite unter 40 km sowie Gasfahrzeuge mit GLP und GNC
Grüne DGT-Plakette C C grün Benziner ab Zulassung Januar 2006 und Diesel ab September 2015
Gelbe DGT-Plakette B B gelb Benziner ab 1. Januar 2001 und Diesel ab 2006

GLP und GNC sind die spanischen Abkürzungen für zwei Arten von Gaskraftstoff. GLP ist Propan-Butan, in den meisten Ländern als LPG oder Autogas geschrieben. GNC ist Methan, außerhalb Spaniens CNG. Beide Abkürzungen finden Sie in der Fahrzeugbeschreibung und an der Zapfsäule.

Je weniger Emissionen, desto höher die Kategorie und desto freier die Einfahrt. Fahrzeuge mit 0 und ECO werden fast überall durchgelassen, für C und B gelten in einzelnen Zonen eigene Bedingungen.

Fahrzeuge ohne Plakette

Benziner, die älter als 2001 sind, und Diesel, die älter als 2006 sind, erhalten überhaupt keine Plakette. Das Einfahrverbot in die ZBE betrifft in den meisten Städten nur sie.

In der Mietwagenflotte gibt es solche Fahrzeuge nicht, deshalb betrifft Sie diese Beschränkung nicht. Ein Mietwagen hat mindestens C, ein Hybrid ECO.

Wie die Kategorie geprüft wird

Die Plakette wird in die untere rechte Ecke der Windschutzscheibe geklebt. Geprüft wird aber nicht sie - bei der Einfahrt in die Zone erfasst eine Kamera das Kennzeichen und gleicht es mit der DGT-Datenbank ab. Die Kategorie jedes spanischen Kennzeichens können Sie auch selbst nachsehen, auf der Website der DGT.

Ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen bekommt keine spanische Plakette und braucht auch keine. Für einen Mietwagen gilt das nicht, er hat ein spanisches Kennzeichen.

In Madrid sind die Regeln strenger

Innerhalb der allgemeinen ZBE von Madrid gibt es zwei besonders geschützte Zonen, Distrito Centro und Plaza Elíptica. Auf Spanisch heißen sie ZBEDEP, zona de bajas emisiones de especial protección.
Die Einfahrtbedingungen dort sind eigene, und die Plakette C reicht dafür nicht immer aus.

Tankstellen und Ladestationen

Benzin ist an spanischen Zapfsäulen mit gasolina beschriftet, Diesel mit diésel oder gasóleo A. Tankstellen gibt es in zwei Varianten, und der Preisunterschied ist deutlich.

Plenoil-Selbstbedienungstankstelle in Spanien

Selbstbedienungstankstelle: Sie tanken selbst und zahlen am Terminal an der Zapfsäule. Foto: Natalia Corcobado Pinilla / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Selbstbedienungstankstellen (autoservicio) kommen ohne Personal aus - Sie tanken selbst und zahlen mit Karte am Terminal an der Zapfsäule. Der Liter ist hier 5-15 Cent günstiger, viele haben rund um die Uhr geöffnet. Große Ketten solcher Tankstellen sind Plenoil, Ballenoil, Petroprix.

Kettentankstellen mit Kasse - Repsol, Cepsa, BP, Galp - sind etwas teurer. Dafür gibt es drinnen einen Shop und ein kleines Café: Kaffee, Gebäck, Toilette. Der Kraftstoff selbst ist qualitativ gleich, er wird nach einheitlichem europäischem Standard geprüft - der Aufpreis geht für den Service, nicht für besseres Benzin.

An großen Tankstellen entlang der Fernstraßen gibt es oft einen Rastbereich und ein separates Gebäude mit einem größeren Café oder Restaurant - dort gibt es dann warme Gerichte und nicht nur Gebäck aus dem Regal.

Welchen Kraftstoff tanken

Seit 2018 tragen alle Zapfsäulen in der EU dieselben Symbole: Benzin im Kreis, Diesel im Quadrat. Das sehen Sie in Spanien:

  • Gasolina 95 E5 und Gasolina 98 - Benzin. Die Zahl ist die Oktanzahl, 98 ist stärker und teurer; E5 bedeutet bis zu 5 % Ethanol. Ein Benziner als Mietwagen braucht 95, sofern der Vertrag nichts anderes angibt.
  • Gasóleo A (Symbol B7) - normaler Diesel für Pkw, bis zu 7 % Biodiesel.
  • Gasóleo B - roter Agrardiesel für Traktoren und Boote. Er ist günstiger, aber in einen normalen Pkw zu füllen ist verboten: Bußgeld von 600 bis 12.000 €, das Fahrzeug kann sichergestellt werden. An Pkw-Tankstellen gibt es ihn in der Regel gar nicht.
  • Premium (Repsol Efitec, Cepsa Óptima, BP Ultimate) - dasselbe 95 oder 98 mit Additiven, teurer. Für einen Mietwagen nicht nötig.

Dasselbe Symbol - 95, E5 oder B7 - findet sich auch am Tankdeckel oder neben dem Einfüllstutzen. Werfen Sie vor dem ersten Tanken einen Blick darauf, um Benzin nicht mit Diesel zu verwechseln: den falschen Kraftstoff zu tanken ist ein teurer Fehler.

Apps mit Kraftstoffpreisen

Die Preise aller Tankstellen Spaniens erfasst der Staat - jede muss sie an eine gemeinsame Datenbank melden, deshalb sind sie in den Apps echt und nicht Werbung.

  • Geoportal Gasolineras - die offizielle staatliche Website und die App Ruta-E (iOS und Android): Karte, Filter nach Kraftstoff, Preis in Echtzeit und zugleich Ladepunkte.
  • Gasofa - eine kostenlose App auf denselben Daten, praktisch, um entlang der Route eine günstige Tankstelle zu finden.
  • Waze - ein Navigationsgerät, das Tankstellen direkt auf der Karte je nach Preis farblich markiert.

Laden des Elektroautos

Sie haben ein Elektroauto genommen - planen Sie die Route entlang der Ladepunkte im Voraus. Im Süden und in den Städten gibt es viele davon, doch zwischen kleineren Orten ist das Netz noch dünner als bei gewöhnlichen Tankstellen. Ladepunkte unterscheiden sich in der Leistung, und davon hängt die Zeit ab:

  • Langsam, Wechselstrom (AC), 3,7-22 kW - an Straßen, bei Hotels und in Supermärkten. Eine volle Ladung dauert mehrere Stunden, dafür kann man das Auto gut länger stehen lassen.
  • Schnell, Gleichstrom (DC), 50 kW - an Tankstellen und an Straßen. Auf 80 % in etwa 40-60 Minuten.
  • Ultraschnell (DC), 150-350 kW - an Fernstraßen für lange Fahrten. Auf 80 % in 15-30 Minuten, sofern das Auto diese Leistung annimmt.

Wie Sie wählen: auf langer Fahrt die ultraschnellen an der Fernstraße, für die Nacht am Hotel oder während des Einkaufs die langsamen. Das tatsächliche Tempo hängt daran, wie viel das Auto selbst annimmt: viele nehmen höchstens 50-150 kW, und ein stärkerer Ladepunkt lädt sie nicht schneller.

Punkte und Preise sehen Sie am besten in Aggregator-Apps: Electromaps und das offizielle Ruta-E zeigen die Ladepunkte aller Netze auf einmal. Große Netze haben auch eigene Apps: Iberdrola (das größte Netz), Endesa X Way, Zunder, Wenea und Ionity (ultraschnell an den Fernstraßen). Den Ladevorgang startet man in der Regel aus der App des Netzes, dort läuft auch die Zahlung.

Laden in Supermärkten

Laden können Sie auch, während Sie einkaufen. Mercadona hat rund 5.000 Punkte: mancherorts kostenlos 60 Minuten mit 3,7 kW, andernorts kostenpflichtig 22 kW zu 0,25 € pro kWh - Zahlung über die Apps Iberdrola oder Repsol Waylet. Consum hat über 800 Ladepunkte mit einer Leistung von 22 bis 150 kW, Start über die App Eranovum.

Elektroauto lädt an einer Parkstation in Spanien

Laden auf einem Parkplatz unter einem Solardach. Foto: Chixoy / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Rastplätze an den Fernstraßen

An Autobahnen und autovías gibt es etwa alle zwei Fahrstunden einen Platz, auf den Sie abfahren und halten können.

Rastplatz área de servicio an einer Autobahn in Spanien

Área de servicio - mit Restaurant, Shop und großem Parkplatz. Foto: Kolforn / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Es gibt zwei Arten von Plätzen. Área de servicio - mit Tankstelle, Shop, Café oder Restaurant, Toilette und großem Parkplatz; hier fährt man ab, um zu tanken und zu essen. Área de descanso ist einfacher - nur Parkplatz, Tische und Toilette, ohne Tankstelle und Essen.

Was der nächste Platz bietet, verrät ein blaues Schild mit Gabel, Bett oder Zapfsäule. Einfach am Seitenstreifen der Autobahn zum Ausruhen zu halten ist nicht erlaubt - der Seitenstreifen ist nur für den Nothalt. Sind Sie am Steuer müde - fahren Sie bis zum nächsten Platz und halten Sie dort.

Parken in Spanien

Das Parken am Straßenrand ist farblich markiert, und die Farbe der Linie auf dem Asphalt ist wichtiger als das Schild.

  • Weiße Linien oder gar keine Markierung - das Parken ist kostenlos und zeitlich unbegrenzt.
  • Blau - kostenpflichtige Zone. Bezahlt wird am Automaten parquímetro auf dem Gehweg, den Beleg legt man mit der Schrift nach oben hinter die Windschutzscheibe.
  • Grün - Plätze für Anwohner des Viertels. In manchen Städten darf ein Auswärtiger ein bis zwei Stunden zum erhöhten Tarif parken, in anderen gar nicht.
  • Gelb - Parken verboten, das Auto wird abgeschleppt.

Im historischen Zentrum gibt es kaum freie weiße Plätze - rechnen Sie mit einem Tiefgaragenparkplatz. Ihn kennzeichnet ein blaues P, bezahlt wird bei der Ausfahrt nach tatsächlicher Zeit.

Apps fürs Parken

In der blauen Zone müssen Sie keinen Münzautomaten suchen - die Zahlung läuft über das Handy, und wenn es länger wird, verlängern Sie die Zeit direkt in der App. Landesweit funktionieren easyPark und Telpark. Freie und kostenpflichtige Parkplätze, auch Tiefgaragen, zeigen Parkopedia und das gewöhnliche Google Maps. In Madrid und Barcelona gibt es eigene städtische Apps, doch für einen Touristen ist eine universelle einfacher.

Parkplätze an Supermärkten

Die Ketten Mercadona, Consum, Carrefour und Lidl haben eigene Parkplätze, und das Parken ist dort kostenlos. Die Bedingungen legt jeder Markt selbst fest. Mancherorts können Sie das Auto beliebig lange und ohne Einkauf stehen lassen, andernorts ist die kostenlose Ausfahrt an einen Kassenbon gebunden - mal genügt ein beliebiger, mal ist ein Einkauf ab 10 € nötig. Die Regeln stehen auf einem Schild an der Einfahrt, lesen Sie es gleich.

Hat die Schranke an der Einfahrt ein Ticket ausgegeben, bewahren Sie es auf. An der Kasse wird das Ticket verlangt, um die kostenlose Ausfahrt freizuschalten. Ohne Freischaltung öffnet sich die Schranke an der Ausfahrt nicht.

Bußgelder

Ein Bußgeld erreicht einen Touristen auf zwei Wegen - sofort unterwegs oder später über den Vermieter.

Wer in Spanien lebt, zahlt das Bußgeld nicht an Ort und Stelle - er erhält einen Bescheid und kann später zahlen, wobei der Betrag in den ersten 20 Tagen halbiert wird. Bei einem Touristen ist es strenger: Werden Sie unterwegs angehalten und haben Sie keine Adresse in Spanien, darf der Beamte Zahlung oder eine Sicherheitsleistung sofort verlangen. Zahlen Sie nicht und leisten Sie keine Sicherheitsleistung - das Fahrzeug kann bis zur Zahlung sichergestellt werden.

Ein Bußgeld von der Kamera oder für eine nicht bezahlte Fahrt auf einer Mautstraße kommt später - und nicht bei Ihnen, sondern beim Vermieter an. Der Vermieter bucht den Bußgeldbetrag und seine eigene Bearbeitungsgebühr (meist 1-10 %) von Ihrer Karte ab. Wurde das Auto ohne Kreditkarte und ohne Kaution genommen, gibt der Vermieter Ihre Daten an die Verkehrsbehörde weiter, und das Bußgeld wird per Post an Ihre Wohnadresse geschickt.

Achten Sie beim Einfahren in einen Ort auf das Tempo. Das Limit fällt von 90 oder 100 auf 50 km/h und in Straßen mit einem Fahrstreifen je Richtung auf 30 km/h.

Checkliste bei der Fahrzeugübernahme

  • V16-Leuchte - verbunden, zugelassen, im Auto vorhanden.
  • Warnweste - im Innenraum, nicht im Kofferraum.
  • DGT-Umweltplakette - an der Windschutzscheibe für die Umweltzonen.
  • Kraftstoffart - klären Sie vor dem ersten Tanken, ob Benzin oder Diesel.
  • Sichtbare Schäden - fotografieren Sie sie und prüfen Sie, dass alles im Vertrag vermerkt ist.

Autofahren in Spanien: häufige Fragen

Auf welcher Straßenseite fährt man in Spanien?+
Rechts. Überholt wird links, auf der Autobahn halten Sie sich rechts. Im Kreisverkehr haben die Vorfahrt, die schon im Kreis fahren.
Welche Tempolimits gelten in Spanien?+
120 km/h auf Autobahnen, 90 auf Landstraßen, 50 in Städten und 30 in engen Stadtstraßen. Bei der Einfahrt in die Stadt sinkt das Tempo stark - eine häufige Bußgeldursache bei Touristen.
Braucht ein Mietwagen eine V16-Leuchte?+
Ja. Mietwagen in Spanien müssen seit Januar 2026 eine zugelassene, verbundene V16-Leuchte haben, und für ihr Vorhandensein haftet der Fahrer. Prüfen Sie es bei der Übernahme - sie ersetzt die alten Warndreiecke.
Darf ein Mietwagen in die Umweltzone von Madrid oder Barcelona einfahren?+
Ja. Mietwagen in Spanien haben eine DGT-Umweltplakette und erfüllen die Regeln der Zonen. Prüfen Sie vor der Einfahrt, dass die Plakette an der Windschutzscheibe ist.

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Veröffentlicht: 08.06.2026 · Aktualisiert: 11.08.2026 · Autor: CarHire ES