Für die meisten Reisen außerhalb der großen Städte: ja. Ein Auto lohnt sich, sobald die Route die Küste, die Berge, mehrere Städte oder Länder oder die Inseln umfasst - dorthin fahren öffentliche Verkehrsmittel selten oder gar nicht. Wenn Sie in Madrid, Barcelona oder Sevilla bleiben und nicht aus der Stadt herausfahren, brauchen Sie keins: Die Metro ist schneller, und ein Parkplatz im Zentrum ist kostenpflichtig und schwer zu finden.
Wann sich ein Auto lohnt
- Inseln - auf Mallorca, Teneriffa und Lanzarote liegen die Strände und Dörfer abseits der Buslinien; ohne Auto kommen Sie nicht hin.
- Küste und Berge - die Costa del Sol, die weißen Dörfer Andalusiens, die Costa Brava: Zu den meisten Orten fährt kein Bus, und eine geführte Tour bindet Sie an einen fremden Zeitplan.
- Route durch eine Region - mit dem Auto günstiger als mit Bus oder Taxi und unabhängig vom Fahrplan.
- Familien und Gruppen - von Tür zu Tür mit Gepäck und Kindern, ohne Umsteigen mit Koffern in der Hitze.
Wann Sie kein Auto brauchen
- Nur Stadt - in Madrid, Barcelona, Sevilla und Valencia sind Metro und zu Fuß schneller, und ein Auto kostet nur Zeit bei der Parkplatzsuche.
- Kurzer Städtetrip - für zwei, drei Tage in einer Stadt sind Taxi und Nahverkehr billiger als Miete plus Parken.
- Nur im Hotel - wenn Sie die Anlage nicht verlassen, brauchen Sie gar kein Auto.
Was ist günstiger - Mietwagen oder Zug und Bus
Zu zweit oder mehr meist der Mietwagen. Die Kosten fürs Auto teilen sich alle, Zug- oder Bustickets zahlt jeder einzeln, und die Route hängt nicht vom Fahrplan ab. Allein und innerhalb einer Stadt ist der Nahverkehr meist günstiger: Zur Miete kommen Parken und Sprit dazu. Die Hochgeschwindigkeitszüge von Renfe verbinden die großen Städte, erreichen aber nicht die Küste, die weißen Dörfer oder die Naturparks - dafür braucht es ein Auto. Die Kosten für Ihre Daten sehen Sie bei den Mietpreisen.
Was Sie zusätzlich zur Miete einplanen sollten
Der Preis in der Suche ist nur das Auto. Auf der Straße kommen ein paar Posten dazu, die leicht vergessen werden:
- Mautautobahnen - manche Schnellstraßen sind gebührenpflichtig; die kostenlosen sind langsamer. Welche Abschnitte kosten, steht im Fahr-Guide.
- Umweltzonen - im Zentrum von Madrid kostet die Einfahrt ohne registriertes Kennzeichen 200 € Strafe, und auch Barcelona hat seine ZBE. Liegt das Hotel in der Zone, lassen Sie das Kennzeichen vorab eintragen.
- Parken - blaue Markierung ist kostenpflichtig, grüne teurer und zeitlich begrenzt, weiße gratis, im Zentrum aber selten.
- Kraftstoff - am günstigsten ist voll gegen voll: Sie holen das Auto voll ab und geben es voll zurück. Voll gegen leer ist teurer, und nicht verbrauchten Sprit gibt es nicht zurück.
- Kaution - sie wird bei Abholung auf der Karte geblockt und nach schadenfreier Rückgabe freigegeben; abgebucht wird nichts. Die meisten Schalter verlangen eine Kreditkarte; mit Debitkarte suchen Sie in den Optionen nach Tarifen ohne Kaution.
Ist Autofahren in Spanien sicher?
Ja. Spaniens Straßen sind gut ausgebaut und übersichtlich beschildert, und die Schilder sind die üblichen europäischen, wie überall in der EU. Auf Autobahnen gilt Tempo 120 km/h. In der Praxis sinnvoll: einen Tarif mit Vollkasko (Super CDW, der die Selbstbeteiligung auf null setzt) buchen, damit ein Kratzer nicht zum Streit am Schalter wird, und das Auto bei Abholung und Rückgabe fotografieren. Auf offenen, kostenlosen Parkplätzen keine Taschen sichtbar liegen lassen - legen Sie sie in den Kofferraum.
Braucht man auf den spanischen Inseln ein Auto?
Fast immer ja. Die Busse auf Mallorca, Teneriffa und Lanzarote verbinden die größeren Städte und die belebten Strände, erreichen aber nicht die Buchten, Bergdörfer und Aussichtspunkte - ohne Auto bleiben diese außen vor. Die Ausnahme: wenn Sie den ganzen Urlaub in einer Anlage direkt am Hotel verbringen.